Heizungswahl: Entscheidungshilfen

Entscheidungshilfen beim Heizungskauf

In Deutschland entscheiden sich Verbraucher in Neubauten häufig für eine der drei gängigen Heizungsarten: Gas-Brennwertkessel, Wärmepumpe oder Holzpelletkessel. Jedes System hat seine Vor- und Nachteile. Es gibt ver­schiedene Faktoren, welche die Wahl beeinflussen:

  • Anschaffungskosten: Zu den günstigsten Heizsystemen gehören Gas-Brennwertkessel. Ihr Anschaffungspreis liegt deutlich unter den Kosten für eine Wärmepumpe oder einer Pelletheizung. Die Wärmepumpe verzeichnet den höchsten Investitionsaufwand. Allerdings ist hier eine großzügige Förderung möglich.
  • Raumsituation: Mit einer Gasheizung wird der geringste Platz benötigt, denn der Brennstoff kommt aus einer Leitung und muss nicht gelagert werden. Der größte Platzbedarf entsteht mit einer Pelletheizung. Denn die Pellets benötigen einen eigenen trockenen und nach Brandschutzaspekten optimierten Raum für die Lagerung.
  • Anspruch: Wer eine möglichst umweltschonende Heiztechnik nutzen möchte, wird mit Wärmepumpe in Kom­bination mit Photo­voltaik und Solarthermie sicherlich die beste Lösung finden. Allerdings stehen dieser Ent­scheidung deutlich höhere Kosten als bei konventionellen Lösungen gegenüber. Fördermöglichkeiten sind in die Kalkulation einzubeziehen.

Um sicher zu gehen, all das bedacht zu haben, ist es sinnvoll, sich mit jemandem vom Fach auszutauschen. Nutzen Sie die kompetenten Ansprechpartner im Netzwerk von Remeha. Entscheiden Sie im Anschluss, welche Heizung am besten zu Ihren Anforderungen passt. Auch die als neutral anerkannte Stiftung Warentest hat sich mehrfach mit der Wahl der richtigen Heizung befasst. Zusammenfassen lassen sich dabei drei elementare Tipps, die im Dialog mit dem Fachberater angesprochen werden sollten:

  • Wärmepumpe: Allgemein empfiehlt die Stiftung Warentest die Wärmepumpe nur für gut gedämmte Gebäude. Damit würde diese Heizungsanlage ausschließlich für Neubauten oder für energetisch sanierte Altbauten infrage kommen. Die Umweltbilanz fällt umso positiver aus, je mehr Strom aus erneuerbaren Energien für den Betrieb genutzt wird. Hybrid­lösungen im Blick behalten.
  • Pelletheizung: Sie zeigen zwar eine geringe Umweltbelastung, sind aber aufgrund des begrenzten Holzvorrats sowie der hohen Anschaffungs- und Wartungskosten „nur unter Vorbehalt zu empfehlen“.
  • Gas-Brennwertkessel: Wer vor allem preisbewusst unterwegs ist, sollte zu dieser Heizung greifen. Mit Photo­voltaik und Solarthermie lässt sich trotz fossiler Energiequelle die Umweltbilanz erheblich aufbessern. Auch hier gilt: Hybridlösungen im Blick behalten, die Vorteile unterschiedlicher Wärmeerzeuger kombinieren.

Seit Anfang 2020 schafft die neu gestaltete Förderung für Heizungen einen weiteren Anreiz für sparsame Lösungen. So zahlt das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) bis zu 40 Prozent Förderung für eine Hybrid­heizung aus Gas und Solar. Seit die Förderung 2021 in das Gesetz zu Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) eingegangen ist, gibt es zudem einen Bonus von fünf Prozent der Anschaffungs- oder Umrüstkosten, wenn die Heizungsmodernisierung im Rahmen eines „individuellen Sanierungsfahrplans“ durchgeführt wurde. Mit dem individuellen Sanierungsfahrplan (iSFP) wird die bisherige Energieberatung für Hausherren bundeseinheitlich und systematisch strukturiert. Das vereinfacht das Verfahren und ermöglicht so auch eine schnellere Bearbeitung von Förderanträgen. Fragen Sie ihren Ansprechpartner aus dem Remeha-Netzwerk danach.

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