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Heizen mit Wasserstoff

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Ein Projekt der BDR Thermea Gruppe

Weltweit erster wasserstoffbetriebener Haushaltsheizkessel - Pilotprojekt in den Niederlanden

Heizen mit Wasserstoff – Remeha

Wasserstoff birgt für die zukünftige Energieversorgung ein großes Potenzial. Um die Nutzung für die Gebäudeheizung testen zu können, startete am 25. Juni 2019 im niederländischen Rozenburg nahe Rotterdam ein Pilotprojekt, bei dem der weltweit erste wasserstoffbetriebene Haushaltskessel unter realen Bedingungen betrieben wird. Der im Kompetenzzentrum für Forschung und Entwicklung der BDR Thermea Group in Italien unter Federführung von Andrea Manini entwickelte Kessel wird von der niederländischen Konzerntochter Remeha in Betrieb genommen, die das Projekt auch betreut.

Schauen Sie sich auch unser Video zum Thema Wasserstoff in der Energiewende an

Das Projekt in den Niederlanden ist eine gemeinsame Initiative mit dem Netzbetreiber Stedin, der Gemeinde Rotterdam sowie der Wohnungsbaugesellschaft Ressort Wonen. Den Wasserstoff liefert der Netzbetreiber über eine bestehende, reguläre Erdgasleitung. Auf diese Weise wird auch gezeigt, dass sich das vorhandene Gasnetz zum Transport von Wasserstoff eignet. Die Installation des Wasserstoffkessels erfolgt im Heizraum neben einem konventionellen Erdgaskessel, um die Wärme- und Wasserversorgung jederzeit sicherstellen zu können.

Mit der Entwicklung des Wasserstoffkessels trägt die BDR Thermea Group und deren Tochterunternehmen Remeha zur Dekarbonisierung der Heizung bei: Der Kessel verbrennt reinen Wasserstoff, der mithilfe umweltneutraler Wind- oder Sonnenenergie erzeugt wurde, ohne CO2 freizusetzen. „Nachhaltig produzierter Wasserstoff ist ein wichtiger, potenziell sehr interessanter Energieträger für die Zukunft“, sagt Bertrand Schmitt, CEO der BDR Thermea Gruppe. „Power to Gas (Wasserstoff) ist eine unvermeidliche und notwendige Technologie, wenn wir nachhaltig erzeugte Energie über einen längeren Zeitraum speichern wollen, da in Zeiten größten Bedarfs wie im Winter nicht immer sofort reichlich Wind- und Sonnenenergie zur Verfügung steht. Mit dem neuen Wasserstoffkessel setzen wir uns zusammen mit unseren Brennstoffzellengeräten wie der Remeha eLecta 300 dafür ein, die gebaute Umwelt nachhaltiger zu gestalten.“ 

Nach dem ersten Pilotversuch in den Niederlanden soll in Großbritannien ein weiterer Feldversuch durchgeführt werden. In den nächsten zwei Jahren sollen dort über 400 Wasserstoffkessel installiert werden. In diesem Zusammenhang sind auch andere Netzbetreiber und Gebäudeeigentümer in Europa eingeladen, sich an möglichen weiteren Feldversuchen zu beteiligen, um die Entwicklung der CO2-freien Heizung voran zu treiben.