Tipps zur Anschaffung einer neuen Heizungsanlage

 

Technische Begriffe

 

Technische Begriffe

Heizkessel sind komplexe Produkte. Während Ihrer Recherchen stoßen Sie sicher auf einige Ihnen unbekannte Begrifflichkeiten. Hier finden Sie eine Erklärung zu den am häufigsten vorkommenden Fachausdrücken. Sie haben eine technische Frage, die nicht in diesen FAQ auftaucht? Dann kontaktieren Sie uns gerne über unser Kontaktformular. Wir bemühen uns, Ihnen schnellstmöglich weiterzuhelfen. 

Was ist …?

CO2-Ausstoß

Der Ausstoß von Kohlendioxid. Dieser Stoff entsteht unter anderem bei der Verbrennung von Erdgas und ist zum Beispiel für den Treibhauseffekt mitverantwortlich.

Kombi-Kessel

Ein Kombi-Kessel ist ein Heizkessel, der sowohl die Zentralheizung versorgt als auch für die Warmwasserversorgung zuständig ist.

Solo-Kessel

Ein Solo-Kessel ist ein Heizkessel, der ausschließlich für die Zentralheizung zuständig ist.

Brennwertkessel

Brennwertkessel können den Brennwert des eingesetzten Brennstoffs nahezu vollständig nutzen oder ihn sogar übersteigen. Dies ist möglich, da sie die Hitze aus dem Wasserdampf nutzen, der bei der Verbrennung von Erdgas entsteht. Dank des hohen Wirkungsgrads werden solche Kessel auch Hochleistungskessel genannt.

Kessel mit verbessertem Wirkungsgrad

Von einem Heizkessel mit verbessertem Wirkungsgrad spricht man, wenn mehr als 83 % der Energie, die ein Heizkessel verbraucht, in Nutzwärme umgewandelt wird.

NOx-Ausstoß

Die Emission von Stickstoffoxiden, die unter anderem während des Verbrennungsprozesses von Erdgas entstehen und die für das Phänomen „saurer Regen“ mitverantwortlich sind. Der Brenner in modernen Heizkesseln reduziert den NOx-Ausstoß so gut wie möglich, wodurch die Umwelt weniger stark belastet wird.

OpenTherm®

Ein Standard-Kommunikationsprotokoll, das zur Steuerung von Heizgeräten durch Regelungen entwickelt wurde. Das Protokoll kann als die Sprache bezeichnet werden, in der zwei Geräte miteinander kommunizierten. OpenTherm®-Produkte (Heizgeräte und Temperaturregler) können also zusammenarbeiten, wodurch eine präzise und energiesparende Regelung stattfinden kann.

Wirkungsgrad

Prozentsatz, der anzeigt, wie viel Nutzwärme die zugeführte Energiemenge (beispielweise von Erdgas) erzielt.

Leistung

Die Energiemenge (in kW), die das Gerät zu erbringen imstande sein muss, um einen oder mehrere Räume zu beheizen und Warmwasser zu erzeugen. Wird häufig auch als Kesselleistung bezeichnet.

Pufferspeicher

Ein Standspeicher, der eine bestimmte Menge an Warmwasser enthält, die durchgehend auf Temperatur gehalten wird.

Wärmetauscher

Bauteil des Kessels, das die Verbrennungshitze auf das Heizwasser überträgt.

Wetterabhängige Regelung

Wenn Sie sich für eine wetterabhängige Regelung entscheiden, wird die Beheizung des Hauses nicht abhängig von der Raumtemperatur, sondern abhängig von der Außentemperatur reguliert. Die Außentemperatur wird über einen Fühler ermittelt, der sich außen am Gebäude befindet.

Mikro-KWK

Der Begriff Mikro-Kraft-Wärme-Kopplung (Mikro-KWK) bezeichnet die Erzeugung von Elektrizität mithilfe von Kraft-Wärme-Kopplung in Haushalten, zum Beispiel mit einem Stirlingmotor. 

Niedertemperaturkessel

Ein Niedertemperaturkessel zeichnet sich durch korrosionsbeständige Bauteile aus, zum Beispiel aus Edelstahl, die auch eine niedrigere Vorlauftemperatur zulassen. Heute sind sie weitgehend Standard und haben seit den 1980er Jahren die früheren Kessel abgelöst. Im Gegensatz zum damaligen Konstanttemperaturkessel passt der Niedertemperaturkessel seine Leistung den Außentemperaturen an und arbeitet so effizienter.

Raumregler

Raumregler ermöglichen individuell angepasste Temperatureinstellungen für einzelne Räume. Der Raumregler misst dabei konstant die Raumtemperatur und fordert bei einer Differenz zum eingestellten Sollwert zusätzliche Wärme an.

Thermostatkopf

Der am Heizkörper befindliche Thermostatkopf regelt die Heizwasserzufuhr in den Heizkörper. Je weiter er aufgedreht wird, desto mehr warmes Heizwasser fließt in den Heizkörper. Eine exakte Kopplung von Thermostatstufen, die in der Regel von 1 bis 5 reichen, und einer Raumtemperatur gibt es nicht.

Nachtabsenkung

Die Nachtabsenkung ist eine Funktion der zentralen Heizungsanlage. Sie veranlasst, dass die Vorlauftemperatur und damit die Heizleistung in einem vordefinierten Zeitraum nachts abgesenkt wird, um Energiekosten zu sparen. Je besser ein Haus isoliert ist, desto sinnvoller ist der Einsatz einer Nachtabsenkung.

Hybridsystem

Ein Hybridsystem kombiniert fossile und regenerative Energien miteinander. Dies kann zum Beispiel die Kombination aus einem Öl- oder Gasbrennwertkessel mit einer Solaranlage oder einer Wärmepumpe sein. Dabei sorgt das Hybridsystem dafür, dass nur die fehlende Differenz zwischen aus regenerativen Quellen erzeugter Energie und benötigter Energie aus fossilen Brennstoffen gewonnen wird. 

Hydraulischer Abgleich

Bei verzweigten Heizsystemen entsteht in manchen Strängen oder Kreisen nicht ausreichend Volumenstrom. Davon sind vor allem Heizkörper betroffen, die von der Heizungsanlage weiter entfernt sind. Der hydraulische Abgleich verringert die Differenz des Volumenstroms auf ein Minimum, indem er diesen bei den „überversorgten“ Strängen oder Kreisen reduziert und so ermöglicht, dass alle Heizkörper gleichmäßig versorgt werden.