Tipps zur Anschaffung einer neuen Heizungsanlage

Fragen & Antworten

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Was ist das Zeitprogramm und wie stelle ich es ein?

Mit dem Zeitprogramm regeln Sie die Temperaturen des Tages bzw. der Woche. Sie können sogenannte Aktivitäten hinterlegen, denen Sie eine bestimmte Temperatur zuordnen. Anhand der Aktivitäten steuern Sie, in welchem Zeitraum welche Raum-Zieltemperatur erreicht werden soll.

Wie stelle ich an meiner Heizung ein, dass ich im Urlaub bin?

Hierzu legen Sie zuerst das Startdatum (erster Tag Ihres Urlaubs) und das Enddatum (letzter Tag Ihres Urlaubs) fest. Danach stellen Sie die Raum-Solltemperatur ein, die während Ihrer Abwesenheit erreicht werden soll. Bei Ihrer Rückkehr aus dem Urlaub (nach Ablauf des Enddatums) müssen sie nichts weiter tun. Das Zeitprogramm springt automatisch wieder in die Normaleinstellung.

Warum wird mein Heizkörper nicht warm?

Wenn der Heizkörper nicht richtig warm wird, kann das mehrere Gründe haben. Einer der häufigsten Gründe ist Luft in den Heizkörpern. Dieses Problem lässt sich leicht und ohne Inanspruchnahme von Handwerkern selbst lösen. Dass sich im Laufe der Zeit Luft in den Rohren ansammelt, ist dabei nicht ungewöhnlich. Nicht selten macht sich dies  durch ein Gluckern, Rauschen oder andere Geräusche aus den Heizkörpern bemerkbar. Befindet sich tatsächlich Luft in den Heizkörpern, verhindert diese, dass  der Heizkörper gleichmäßig und auf der gesamten Fläche warm wird. Grundsätzlich empfiehlt es sich daher, die Heizkörper bei Bedarf zu entlüften, denn ein effizient funktionierender Heizkörper spart ein erhebliches Maß an Energie und somit bares Geld.

Wie kann ich meine Heizung entlüften?

Bei den meisten Heizungen lässt sich die Entlüftung direkt am Heizkörper durchführen. Am Heizkörper befindet sich in diesem Fall ein Entlüftungsventil mit einem Vierkantstift. Zu diesem passt ein normaler Entlüftungsschlüssel, den Sie von Ihrem Heizungsfachbetrieb oder im Baumarkt bekommen. Vor dem Entlüften sollte der Heizkörper maximal aufgedreht werden. Nach ca. 10 – 15 Minuten diesen dann wieder komplett am Thermostatventil zudrehen. Halten Sie eine Schale und ein Tuch bereit. Dann mit dem Entlüftungsschlüssel am Vierkantventil ansetzen und langsam gegen den Uhrzeigersinn aufdrehen. Nach maximal einer halben Umdrehung entweicht mit einem Zischen die Luft, gefolgt von Wasser, das mit der Schale aufgefangen wird. Sobald nur noch Wasser entweicht, das Ventil wieder gut zudrehen. Prüfen Sie anschließend, ob Sie Wasser an Ihrer Heizung nachfüllen müssen. Den empfohlenen Anlagendruck entnehmen Sie bitte der Bedienungsanleitung Ihres Heizgerätes.

Welche Raumtemperaturen sind angebracht?

Diese Frage lässt sich nicht mit nur einem Wert beantworten, denn jeder Raum hat seinen eigenen Zweck und sozusagen sein eigenes Klima. Auch ist das persönliche Temperaturempfinden der Menschen, die die Räume nutzen, unterschiedlich. Für Räume, in denen wir uns regelmäßig aufhalten, ist eine Temperatur von ca. 20 bis 21 Grad sinnvoll und wird von den meisten Menschen als angenehm und ausreichend empfunden. Im Bad hingegen können ein bis zwei Grad mehr durchaus sinnvoll sein. Ein besonderes Augenmerk gilt dem Schlafzimmer: Hier reichen ca. 17 Grad für eine angenehme Nachtruhe. Morgens sollte das Schlafzimmer einmal bei weit geöffneten Fenstern gelüftet werden, damit die Feuchtigkeit aus dem Raum entweichen kann, die sich zwangläufig über Nacht ansammelt. 

Grundsätzlich gilt: Insbesondere im Winter sollte die Raumtemperatur in allen Räumen nicht unter 15 bis 16 Grad fallen, da sonst Schimmelbildung droht.

Ist die Nachtabsenkung sinnvoll?

Bei der Nachtabsenkung wird die Leistung der Heizungsanlage für die Dauer einer festgelegten Zeit reduziert. Damit einhergehend sollen auch die Kosten für verbrauchte Heizenergie reduziert werden. Ob die Nachtabsenkung dafür das richtige Mittel ist, ist stark abhängig vom jeweiligen Gebäude und davon, wieviel Heiz-Energie das Gebäude über Nacht speichern kann. Denn nur dann, wenn ein gewisses Maß an Restwärme gespeichert bleibt, ist auch eine Nachtabsenkung sinnvoll. Andernfalls kühlen die Räum so stark aus, dass es einen hohen Anteil neuer Energie benötigt, um sie wieder auf die gewünschte Raumtemperatur zu heizen. Je besser ein Gebäude isoliert ist, desto sinnvoller ist daher auch der Einsatz einer Nachtabsenkung.

Muss ich auch im Sommer heizen?

In der Regel besteht in unseren Breitengeraden in den Sommermonaten keine Notwendigkeit zum Heizen. Dennoch kann es auch in den Sommermonaten kühlere Abschnitte geben. Grundsätzlich sollten die Temperaturen in allen Räumen nie unter 15 bis 16 Grad fallen, da dies die Bildung von Schimmelpilzen begünstigen kann. 

Wie lüfte ich meine Wohnung richtig?

Richtiges und regelmäßiges Lüften schafft nicht nur ein angenehmeres Raumklima, sondern verhindert auch die Bildung von Schimmelpilzen. Feuchtigkeit entsteht in allen Räumen, sei es durch Schwitzen, Verdunstung, verdampfendes Wasser beim Kochen oder Duschen. Bis zu zwölf Liter Feuchtigkeit kommen so bei einem Vier-Personen-Haushalt an nur einem Tag zusammen. Wenn diese Feuchtigkeit nicht über Luftzirkulation aus den Räumen entweichen kann, setzt sie sich an den kältesten Stellen als Kondenswasser ab und bietet so einen günstigen Nährboden für ungesunde und unerwünschte Schimmelpilze.

Mindestens zweimal am Tag ist daher gründliches Lüften angezeigt. In Bad oder Küche, wo noch mehr Wasser verdampft, kann noch häufigeres Lüften sinnvoll sein. Stoßlüften ist dabei das Mittel der Wahl. Denn dauerhaft auf Kippe stehende Fenster bringen kaum Luftzirkulation, kühlen die Räume aber trotzdem aus. Stattdessen sollten die Fenster weit geöffnet werden. Im Idealfall wird quergelüftet, um einen kompletten Luftaustausch zu ermöglichen. Die Heizkörper sollten auch bei kurzen Lüftungsvorgängen immer vollständig ausgedreht werden, da sonst viel wertvolle Heizenergie nach draußen entweicht.

Wozu dient ein hydraulischer Abgleich?

Bei verzweigten Heizsystemen kann es vorkommen, dass weiter entfernte Heizkörper schlechter versorgt werden als der Heizungsanlage nähergelegene. Insbesondere beim morgendlichen Aufheizen werden Räume mit den weiter entfernt liegenden Heizkörper schlecht oder gar nicht warm, obwohl alle Thermostate auf dieselbe Temperatur eingestellt sind. Dies ist darauf zurückzuführen, dass in bestimmten Strängen oder Kreisen zu wenig Volumendruck herrscht. Ein hydraulischer Abgleich sorgt - vereinfacht gesagt – für eine Drosselung der anderen Heizabschnitte auf eben dieses Volumen. Somit wird ein Ausgleich geschaffen und die Heizleistung verteilt sich wieder normal auf alle Heizkörper. Im Ergebnis werden alle Heizkörper im Gebäude gleichmäßig warm.

Was ist ein Blockheizkraftwerk (BHKW)?

Früher setzte man Blockheizkraftwerke in erster Linie in größeren Gebäudekomplexen wie Krankenhäusern oder Schwimmbädern ein. Inzwischen ist diese Technik so weit entwickelt, dass sie auch für Einfamilienhäuser interessant ist. Der Clou beim Blockheizkraftwerk: Es versorgt einerseits den Haushalt mit selbsterzeugtem Strom und nutzt andererseits die dabei entstehende Wärme zum Heizen oder für das Warmwasser. Während konventionelle Stromerzeuger in der Regel nur 40 Prozent der Energie des Brennstoffs nutzen, erreicht ein Blockheizkraftwerk einen Wirkungsgrad von bis zu 90 Prozent oder mehr. Kern im Blockheizkraftwerk ist der Verbrennungsmotor, der mit Öl, Gas oder Holz betrieben werden kann. Er treibt einen Synchrongenerator an, der 3-Phasen-Wechselstrom erzeugt. Dabei gibt der Motor Wärme ab, die über einen Wärmetauscher an das Heizsystem übertragen wird. Sollte der erzeugte Strom nicht im Gebäude selbst verbraucht werden, kann er in das öffentliche Stromnetz eingespeist werden. Gebäudebesitzer erhalten dafür eine Vergütung vom Netzbetreiber. Das ist auch wirtschaftlich interessant.

Welche Vorteile bietet ein Hybridsystem?

Hybridsysteme kombinieren fossile und regenerative Energien in einem wirkungsvollen, bedarfsgerechten und hocheffizienten System miteinander. So wird beispielsweise ein Gas- oder Öl-Kessel mit einer Solaranlage oder einer Wärmepumpe kombiniert. Eine intelligente Regelung sorgt dafür, dass immer ein Maximum aus der regenerativen Energiequelle gewonnen wird und der fossile Energieträger nur das notwenige Minimum beisteuert. In einem Pufferspeicher wird erzeugte Wärme auf Vorrat gehalten. Wer ein solches Hybridsystem betreibt macht sich also in dieser Hinsicht unabhängiger und spart zugleich Energiekosten. Durch die optimale Ausnutzung der regenerativen Energie ist ein Hybridsystem außerdem eine besonders umweltschonende Variante.